Ein besonderer Sonntag in Hof: Apostel Arne Herrmann spendete einem Kind die Gabe des Heiligen Geistes (= Heilige Versiegelung)* und ordinierte zwei Frauen ins Diakonenamt. Ein Gottesdienst voller Emotionen.
Getauft ist getauft: Warum dann noch mehr?
Diese Frage stellen sich viele, wenn sie zum ersten Mal von der "Heiligen Versiegelung"* hören.
Die Antwort findet sich in der Bibel.
In der Apostelgeschichte (8,14–17) legen die Apostel Petrus und Johannes den Menschen die Hände auf – und diese empfangen den Heiligen Geist. Getauft waren sie bereits.
Genau diesem Vorbild folgen Neuapostolische Christen bis heute: Nach der Taufe mit Wasser erfolgt die Spendung der Gabe Heiligen Geistes durch Handauflegung eines Apostels. In der Neuapostolischen Kirche wird dieses Sakrament Heilige Versiegelung genannt.
Am Sonntag, den 2. August 2026, stand genau diese Handlung im Mittelpunkt.
Apostel Arne Herrmann feierte gemeinsam mit den Kirchengemeinden Münchberg und Naila Gottesdienst und legte dem Kind, das erst zwei Wochen zuvor getauft worden war, die Hände auf, um den Heiligen Geist zu spenden.
Zwei neue Diakoninnen für Münchberg und Hof
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls kam der zweite große Moment des Gottesdienstes: Apostel Arne Herrmann bat zwei Glaubensschwestern an den Altar. Sie wurden ins Diakonenamt** ordiniert.
Man konnte es förmlich spüren: Freude darüber, dass die Gemeinden Münchberg und Hof/Saale nun zwei weitere engagierte Amtsträgerinnen haben.
Gottes Liebe ist nicht verhandelbar
In seiner Predigt griff Apostel Arne Herrmann einen Bibelvers auf, in dem Jesus im Tempel die Tische der Geldwechsler und Händler umstößt: "Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker" (Markus 11,17a).
Drei Aspekte eines Bethauses stellte er hierbei heraus, die eine Gemeinde auszeichnen:
Eine Gemeinde ist
kein Handelshaus, in dem man mit Gott verhandelt, um sich seine Liebe zu verdienen,
keine Räuberhöhle, in der man glaubt, seine Sünden und Fehler vor Gott verstecken zu müssen, um ihm zu genügen
und kein Ort verkopfter religiöser Rituale, sondern der Freude und Dankbarkeit.
Denn Gott liebt uns ganz ohne Bedingung.
Zum Ausklang sang der Kinderchor ein Lied, das die Stimmung des Tages noch einmal einfing: "Gott ist wie ein Regenbogen".
*Mehr zur Heiligen Versiegelung: Katechismus der Neuapostolischen Kirche, Kapitel 8.3
** Beim Diakonenamt handelt es sich um ein kirchliches Ehrenamt, das seelsorgerische und organisatorische Aufgaben in der jeweiligen Gemeinde umfasst.