Apostel Arne Herrmann feierte am Mittwoch, 10.09.2026 mit den Mitgliedern der Gemeindegruppe Coburger Land einen Gottesdienst in der Kirche in Kronach. Dabei versetzte er den bisherigen Vorsteher der Kirchengemeinde Kronach, Priester Peter Zumpf, in den Ruhestand und beauftragte Hirte Thomas Kröger als künftigen Vorsteher.
Als Grundlage für den Gottesdienst verwendete Apostel Arne Herrmann ein Bibelwort aus Lukas 12, Verse 16 bis 18:
"Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, dessen Land hatte gut getragen. Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle. Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Güter."
Zu Beginn der Predigt verwies der Apostel auf die besonderen Gefühle, die in diesem Gottesdienst spürbar werden. Ein Apostel setzt nicht gerne einen Amtsträger in Ruhe, aber wir alle gönnen dem Priester und seiner Frau den Ruhestand. Dabei steht im Herzen eine große Dankbarkeit für alles, was gewirkt wurde. Der Herr hat die Arbeit des Priesters gesegnet und es wird auch künftig in der Gemeinde Kronach weitergehen.
Das vorgelesene Bibelwort hatte kürzlich Stammapostel Helge Mutschler in Oldenburg verwandt. Das Gleichnis vom reichen Kornbauern. Es ist quasi ein Kontrastprogramm zum Reich Gottes. Dass der Kornbauer wegen der reichen Ernte weitere Scheunen bauen wollte, ist ansich etwas Gutes, aber er hat Gott dabei vergessen. Deshalb musste Gott zu ihm sagen: Du Narr, heute Nacht will ich deine Seele von dir fordern. Wenn wir Gott aus unserem Leben rauslassen, was bleibt dann übrig? Ohne Gott wäre alles nichts.
Wie anders ist Himmelreich? Gott ist nicht Ich-bezogen, wie der Kornbauer. Er beginnt das Himmelreich mit einem Geschenk, seine Gnade, die wir nicht verdient haben. Der Kornbauer redet nur von sich, Gott kommt darin nicht vor. Seine Worte waren: Seele iss und trink, hab guten Mut. Dabei hatte er die Rechnung ohne Gott gemacht. Noch in derselben Nacht musste er sterben. Wir wollen Gott nicht ignorieren, wir suchen seine Nähe. Ein Leben mit Gott, das ist Reich Gottes. Dort finden wir auch die wahre Ruhe, die der Kornbauer vergeblich bei sich suchte.
Anschließend wurde der stellvertretende Bezirksvorsteher, Priester Torsten Martin um einen Wortbeitrag gebeten.
Nach der Freisprache und Feier des Heiligen Abenmahls versetzte Apostel Arne Herrmann den Vorsteher der Kirchengemeinde Kronach mit sehr liebevollen und persönlichen Worten in den Ruhestand. Dabei hob er das Wirken des Priesters in verschiedenen Gemeinden (Bad Rodach, Coburg, Bad Neustadt, Kronach) hervor. In den 43 Amtsjahren wurde er auch mit einigen Funktionen betraut. Besonders hat er sich als Öffentlichkeitsbeauftragter engagiert. Seine Ehefrau Elke stand ihm bei allen Aufgaben immer treu zur Seite. Der Apostel bedankte sich für all das, was in Liebe getan wurde.
Der Vorsteher der Kirchengemeinde Coburg, Hirte Thomas Kröger, wurde dann als Vorsteher für die Gemeinde Kronach beauftragt. Er und die Amtsträger aus Coburg werden künftig auch die Glaubensgeschwister in Kronach seelsorgerisch versorgen.
Mit Gebet und dem Schlusssegen wurde der Gottesdienst von Apostel Arne Herrman beendet. Besondere Freude löste das anschließend gesungene Lied: "Möge die Straße uns zusammenführen" (Irische Segenswünsche) aus. Neben dem Gemeindechor wirkten dabei die Kinder der Gemeinde mit. Die Gottesdienstteilnehmer konnten sich anschließend von dem Apostel verabschieden und dem alten und neuen Vorsteher ihre Gedanken und Empfindungen übermitteln.
Text: H.F.
Fotos: Günter Engelhardt