Am Mittwoch, den 17.07.2024 besuchte Bezirksapostel Michael Ehrich die Kirchengemeinde Bayreuth. Der Gottesdienst wurde in die Kirchengemeinden des Bezirks Coburg-Hof übertragen.
Das vorgelesene Bibelwort
Und wer einen Wettkampf bestreitet, erhält den Siegeskranz nur, wenn er nach den Regeln kämpft. (2. Timotheus 2, 5)
steht unter der Überschrift „Kampf und Leiden“. Apostel Paulus verwendete, so Bezirksapostel Ehrich, das Bild eines Athleten. Damals wie heute gilt es Regeln einzuhalten. Der genannte „Siegeskranz“ ist das Sinnbild unseres Glaubenszieles - bei Gott sein zu dürfen, ihn von Angesicht zu Angesicht sehen, unmittelbare Lebensgemeinschaft mit ihm zu haben. Auch um dieses Ziel zu erreichen, braucht es Disziplin, Durchhaltevermögen und das Einhalten von „Regeln“. Apostel Paulus nannte ein paar Regeln oder Bedingungen, die erfüllt werden müssen.
Glauben. Jesus sagte unter anderem: "Wer nicht glaubt, dass ich es bin, der gesandt ist als Erlöser, muss in seinen Sünden sterben." Er lässt da keinen Mittelweg offen und benennt die Regeln. Der Glaube an das Evangelium Jesu Christi, seine Kirche, das Apostelamt und die Wirksamkeit der Sakramente ist eine Grundbedingung.
Demut. Wie treten wir Gott gegenüber? Manche haben diese Demut verlassen, beispielsweise König Saul oder die Pharisäer und Schriftgelehrten. Das ehrliche Bitten um die Gnade Gottes ist ein wirkliches Zeichen der Demut.
Die Gesetze Gottes die er gibt, die Gebote, sind keine unverbindliche Empfehlung. Die sind klar und deutlich formuliert. Und an diese Gebote muss man sich halten. Beispiel: das fünfte Gebot – "du sollst nicht töten". Da geht es nicht darum, niemand umzubringen. Jesus sagte: "Ich aber sage euch, du sollst mit deinem Bruder nicht zürnen." Das ist der Kern dieser Aussage; denn der Zorn ist die Wurzel allen Übels.
Gott lieben. Man kann natürlich sagen, man liebt Gott. Aber Jesus sagt: "du kannst nichts sagen, ich liebe Gott und hasst deinen Bruder." Gott zu lieben muss auch mit der inneren Einstellung zusammenhängen. Dazu gehört auch, nicht nach irgendeinem einem Lohn Ausschau halten oder ein gutes Image von sich in der Gemeinde, im Bezirk oder im Bezirksapostelbereich abgeben wollen, sondern wirklich aus Liebe dem Herrn zu dienen.
Nächstenliebe. Opfer und Versöhnung hängen eng miteinander zusammen. Auch wenn wir Ungerechtigkeiten sehen gegenüber anderen, an uns selbst, wenn wir Ablehnung sehen, die Jesus Christus oder Gott entgegengebracht wird, dann müssen wir alles in die Hand Gottes legen und versuchen, auch im Nächsten das Gute zu sehen. Jesus Christus hat ausnahmslos für jeden Menschen das Opfer zur Erlösung gebracht.
Einheit fördern. Es geht nicht um Uniformität, nicht um eine äußere Einheit, sondern um eine innere Einheit. Sinn und Zweck unseres Glaubens: wir richten uns auf die Wiederkunft Jesu Christi aus. Wir wollen gemeinsam bei Gott sein, also kann man niemanden ausgrenzen. Man muss sich ernsthaft bemühen, im Wesen und im Sinn und Geist Jesu Christi miteinander umzugehen.
Das sind ein paar Punkte, die wir für den Wettkampf brauchen. Es ist kein Wettkampf gegeneinander, sondern es ist der Kampf darum, das Ziel des Glaubens zu erreichen. „Lasst uns das so als Programm mitnehmen. Ich denke, jeder von uns hat damit genug zu tun. Aber mit des Herrn Hilfe wird es uns auch gelingen.“
Zur Feier des Heiligen Abendmahls wies der Bezirksapostel darauf hin, dass man nur dann einen Wettkampf bestreiten kann, wenn man gesund ist. Und da hindert uns immer die Sünde daran, auch wenn wir uns keiner Sünde bewusst sind.
In diesem Gottesdienst empfing ein Diakon das Priesteramt. Nach dem Gottesdienst hatte die Gemeinde Gelegenheit, sich von ihm zusammen mit dem Apostel und dem neuen Priester zu verabschieden.
TR / Bilder: TR, WB, JK
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