Es war ein Gottesdienst, der den Bogen von einer traditionsreichen Vergangenheit in eine vertrauensvolle Zukunft spannte: Am 22. Februar 2026 wurde das Kirchengebäude der Kirchengemeinde Pegnitz entwidmet. Unter der Leitung von Apostel Arne Herrmann erlebten die Geschwister vor Ort sowie die Gäste aus Kulmbach und Bayreuth – und via IPTV verbunden auch die Kirchengemeinde Marktredwitz – eine Stunde voller Trost und Zuversicht.
Der Gottesdienst begann mit einer unerwarteten Parallele zum Alltag: Eine Vollsperrung auf der Anreise zwang den Apostel zu einer Verspätung. Doch er nutzte diese Verzögerung direkt als geistliches Bild: „Auch im natürlichen Leben muss man manchmal Umwege gehen, die so nicht geplant waren“, so der Apostel. Doch die Gewissheit, dass Gott an unserer Seite ist, nimmt jede Angst vor dem Unbekannten.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus 1. Könige 19, 7 zugrunde:
„Und der Engel des HERRN kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.“
Apostel Herrmann schilderte eindrücklich die Situation des Propheten Elia, der an einem absoluten Tiefpunkt angelangt war. Doch Gott ließ ihn nicht im Stich, sondern sandte zweimal einen Engel, um ihn zu stärken. Diese Botschaft übertrug der Apostel auf die heutige Zeit und die Situation in Pegnitz: Gott ist nicht an ein spezielles Gebäude gebunden. Er ist in Wort, Sakrament und in der Gemeinde gegenwärtig – egal, an welchem Ort diese zusammenkommt. Besonders in Momenten der Veränderung und des vermeintlichen „Tiefpunkts“ schickt Gott seine Stärkung.
Als Co-Prediger griff der Bezirksälteste Feihl, bisheriger Vorsteher der Gemeinde Pegnitz, die Worte des Apostels Paulus an die Korinther auf:
„Wisset ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“ (1. Korinther 3, 16)
Er betonte, dass Gott sich jedem persönlich zuwendet und stets eine zukunftsorientierte Sichtweise hat, in deren Mittelpunkt Jesus Christus steht.
Ein Zeichen der Beständigkeit war die Bestätigung der aktiven Amtsträger der Gemeinde Pegnitz. Auch wenn sich die Türen des Gebäudes schließen, geht ihr Dienst für die Geschwister weiter: Sie werden ab sofort in den Gemeinden Bayreuth und Kulmbach tätig sein.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem gemeinsamen Schlussgebet vollzog Apostel Hermann die feierliche Entwidmung.
Mit dem abschließenden Segen wurden die Geschwister in ihre neuen Kirchengemeinden entlassen – gestärkt durch das Wort und die Gewissheit: Der Weg geht weiter, und wir gehen ihn nicht allein.
Einen klangvollen Rahmen erhielt dieser bewegende Abschiedsgottesdienst durch die feierlichen Beiträge der Orchestergruppe und des Chores.
JC