Ein Spendenscheck in Höhe von € 10.000,- wurde am Mittwoch, dem 10. Juli 2024, an Pfarrer Dr. Thomas Hohenberger, den 1. Vorsitzenden des Hospiz Naila überreicht. Dies erfolgte durch Herrn Michael Schneider im Auftrag von HUMAN AKTIV, dem Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland im Anschluss an den Gottesdienst, den der stellvertretende Bezirksvorsteher Thorsten Wild mit der Kirchengemeinde Naila feierte. In der Begleitung des Pfarrers waren die aktive Leiterin des Hospiz Frau Rothemund und ihre Stellvertretung Frau Ehrenberg. Der Scheck sei ein Dank für Vergangenes und Ermutigung weiter zu machen.
Das Hospiz in Naila wurde 2009 mit acht Plätzen eingerichtet und war damals das erste Hospiz in Oberfranken. Die Spende solle dazu beitragen, den „Raum der Stille“ im Hospiz ansprechend zu renovieren und einen guten Rastplatz einzurichten.
Herr Schneider ist selber ehrenamtlich im Hospiz Naila bei der Sterbebegleitung tätig. Er wies auf ein Zitat von Elisabeth Kübler-Ross hin, die sagte: „Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben.“ Das Hospiz Naila erfülle diesen Gedanken mit Liebe. Das Hospiz sei ein Ort der Trauer, des Abschiedsnehmens, aber auch der Nächstenliebe und des tiefen Friedens. Herr Schneider bezeichnete ihn als einen „Vorgeschmack des Himmels“ und erzählte von berührenden Begegnungen.
Pfarrer Dr. Hohenberger bedankte sich für die Spende und den persönlichen Einsatz von Herrn Schneider. Er zitierte den Theologen und Religionsphilosophen Romano Guardini, der am Ende seines Lebens den schönen Satz fasste: „Dies ist aller Gastfreundschaft tiefster Sinn, dass ein Mensch dem Anderen Rast gibt auf der großen Wanderung zum ewigen Zuhause.“ Ganz besonders am Ende sei deshalb die Wegbegleitung wichtig, die stärke, tröste und ermutige.
Das Hospiz sei ein Haus der Gastlichkeit und die Bewohner Gäste, nicht Patienten.
Dr. Hohenberger ging auf die vorgetragenen Lieder des Chores während des Gottesdienstes ein, die ihm auch bekannt waren und erläuterte u.a. Paul Gerhard, der in seinem Sterbelied dichtete: „Ich bin ein Gast auf Erden und hab hier keinen Stand; der Himmel soll mir werden, da ist mein Vaterland“. Die Ewigkeit bei Gott sei das Ziel.
Nach Applaus der Danksagung und Schlusslied des Chores wurden alle verabschiedet.
AJ./BS