Apostel Arne Herrmann leitete am Palmsonntag, dem 24.03.2024, in der Kirchengemeinde Kulmbach den Gottesdienst. Die Glaubensgeschwister aus Bayreuth, Pegnitz und Marktredwitz waren dazu eingeladen. Apostel Herrmann verwendete das Bibelwort aus Lukas 19, 38 - 40: „Und sprachen: Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herren! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe! Und einige Pharisäer in der Menge sprachen zu ihm: Meister, weise doch deine Jünger zurecht! Er antwortete und sprach: Ich sage euch: Wenn diese schweigen, so werden die Steine schreien.“
Bezugnehmend auf das Bibelwort ging der Apostel zunächst auf die unterschiedlichen Beweggründe des Jubels ein.
Einerseits der Jubel der Menschen, der sich auf die rein weltliche Sicht begründete. Die Bevölkerung erhofft sich durch Jesu die Befreiung von den damaligen Besatzern und den damit lange erhofften weltlichen Frieden.
Die Jünger bejubelten Jesu aus einem anderen Grund. Sie hatten die Wunder Jesu [Brotvermehrung und die Auferstehung des Lazarus] miterlebt und ihn [Jesu] als Messias erkannt, der einen himmlischen Frieden den Menschen bringt.
Herrlichkeit im Alten und Neuen Bund
Die angesprochene Ehre in der Höhe lässt sich auch mit “Herrlichkeit” gleichsetzen, so Apostel Herrmann. Diese Herrlichkeit erlebten die Menschen schon im Alten Bund, wo Gott sich den Menschen näherte - zum einen in der Feuer- und Wolkensäule. Zum anderen im Tempel, wo - lt. damaliger Übersetzung - Gott “wohnte” und man sich durch Gebet und Opfer sich nähern konnte.
Durch die Menschwerdung Jesus war Gott wahrhaftig unter den Menschen und ist es auch heute noch.
Frieden und Herrlichkeit als Geschenk Gottes
Durch die Nachfolge und den Glauben, dass Gott uns [Menschen] liebt, kann auch heute schon der Friede und die Herrlichkeit Gottes erlebt werden.
Dies gelingt, so der Apostel, in dem man sich zum einen an das Doppelgebot der Liebe halte. So entsteht zwischen Menschen untereinander und zwischen Gott und den Menschen eine tiefe Harmonie Frieden.
Zum anderen durch ein aktives Gebetsleben. Im Gebet ist Gott den Gläubigen nahe und diese Nähe ist die angesprochene Herrlichkeit.
Heilige Versiegelung und Ordination
Nach der Sündenvergebung empfing noch ein Gemeindemitglied das Sakrament der “Heiligen Versiegelung”*.
Petra Carle wurde, nach der Feier des Heiligen Abendmahls, zur Diakonin ordiniert. Diakonin Carle ist somit die erste Frau im Kirchenbezirk Coburg-Hof, die ein geistliches Amt bekleidet. **
*Die Heilige Versiegelung ist das Sakrament, durch das der Gläubige unter Handauflegung und Gebet eines Apostels die Gabe des Heiligen Geistes empfängt und ein Gotteskind mit der Berufung zur Erstlingsschaft wird.
** Seit dem 01. Januar 2023 können auch Frauen ins geistliche Amt ordiniert werden.
Text: JC